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Donnerstag, 14. Februar 2019

Reinhold Ruthe: Loslassen


Gott hört, das ist meine feste Überzeugung, aber er erhört auf seine Weise. Wir bitten und flehen, aber seine stummen Antworten sind trotzdem beredt.

L. J. Crabb schreibt eines seiner letzten Bücher, das nicht am Schreibtisch entstanden ist, „sondern im Schmerztiegel des Leidens und Ringens mit der Frage nach Gott inmitten des Leidens“: 

„Schon während ich diese Frage stellte, wusste ich, dass ich keine Antwort erhalten würde. Niemand kennt die Antwort- außer Gott. Und er schweigt. Zumindest gibt er nicht die Antwort, die ich gerne hören möchte. Manchmal lässt er es zu, dass wir leiden und keinen anderen Trost haben als den, den er in seinem Wort bereits gegeben hat… Aber ich verlange immer nach Antworten- manchmal mehr als nach Gott. Gott weiß alles über uns. Diese persönlichen Kämpfe, die uns fertig zu machen drohen, sind ihm bewusst. Er kennt unsere Geschichte und unser Heute von allen Seiten. Und alles, was er uns antwortet, ist: „Christus.“ Mehr gibt es nicht zu sagen.“ Crabb trifft den Nagel auf den Kopf. Wir suchen Antworten, und er bleibt stumm. Wenn wir ihm uns rückhaltlos ausliefern, können wir auf Antworten verzichten. Wenn wir ihm vertrauen, können wir Antworten auf tausend leichte und schwere Probleme loslassen. Alles, was er uns antwortet, ist: Christus. Gott erfüllt nicht alle unsere Wünsche, aber er ist in Christus die Erfüllung. Gott liefert uns nicht immer die perfekten Antworten, aber er ist in Christus die Antwort auf alle Fragen. Gott verheißt nicht, alle unsere Gebete zu erfüllen, aber er verheißt, immer in Christus bei uns zu sein. Die Gewissheit, er umgibt und von allen Seiten, bringt Ruhe und Gelassenheit.

Martin Luther sagte dazu: „Wenn nicht unser Wille geschieht, geschieht, was besser ist.“