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Donnerstag, 23. Oktober 2014

Zitat von Sergej Pauli- Weisheit erfordert Arbeit



Wahre Erkenntnis zu erlangen ist eine Arbeit im Schweiße des Angesichts

 

„Was ist der Sinn des Lebens?“, „Wenn Gott gut ist, warum gibt es so viel Böses“, wer hat diese Fra­gen noch nicht aus dem Munde von Men­schen die­ser Welt gehört? Wahr­lich ein Totschlag-Argument, geschickt ein­ge­setzt pariert man alle wei­tere Fra­gen, und das Gewis­sen bleibt unge­rührt. Dabei haben beide Fra­gen tat­säch­lich eine berech­tigte Wich­tig­keit. Den­noch ist das eigent­lich schäd­li­che, die Art und Weise wie diese Fra­gen gestellt werden.
Ich habe sel­ten erlebt, dass die Fra­gen wirk­lich von suchen­den Men­schen gestellt wur­den, son­dern viel­mehr von sol­chen, die die Ant­wort gar nicht inter­es­siert, nach dem Motto: „Sag mir erst, wozu mein Leben da ist, aber du darfst nicht mehr als zwei Minu­ten dafür brau­chen“. Ein wah­rer Sucher würde auch Jahre in Kauf neh­men und die Wahr­heit zu ergründen.
Tat­säch­lich gibt es auf schwere Fra­gen auch nur schwer­wie­gende Ant­wor­ten. Ein­fach ist sie ja, die Ant­wort die den Sinn des Men­schen erklärt. Jeder Kate­chis­mus pro­kla­miert: „Der Sinn und Zweck des Men­schen ist es, zur Ehre Got­tes zu leben“. Aber tat­säch­lich ist jedem ernst­haf­ten Chris­ten klar, dass die­ser Satz zwar schnell aus­ge­spro­chen ist, aber ein gan­zes Leben benö­tigt wird, den Inhalt die­ser Lehre zu Ergründen.
Ich denke darin liegt ein Pro­blem unse­rer Zeit. Man möchte ein Instant-Evangelium: Ja, mit einem Rutsch möchte man auf die Höhen der Apos­tel stei­gen und mit Ihnen Wun­der ver­brin­gen, aber das doch bitte ohne Kampf, ohne harte, jah­re­lange, anstren­gende Nach­folge und mühe­volle Aus­bil­dung bei den Füßen Christi. Voll mäch­ti­gen Geis­tes sein, das möch­ten wir, aber es darf nur keine Mühe kos­ten. Wären alle Weis­heit so leicht zu ergrün­den, müsste die Bibel kaum län­ger sein als das apos­to­li­sche Glaubensbekenntnis.

Und wir wun­dern uns immer noch über unser unfrucht­ba­res, irdi­sches Leben? Wir als Chris­ten müs­sen ler­nen, dass jeder Fort­schritt im Leben tat­säch­lich nur aus Got­tes Gna­den mög­lich ist, aber diese Gnade unse­ren gan­zen Men­schen dabei haben will und dies 24 h am Tag, sie­ben Tage die Woche.
Ja, im Schweiße unse­res Ange­sich­tes wer­den wir irgend­wann wahre Erkennt­nis anrei­chern kön­nen, die uns die Per­son Jesu Christi viel näher brin­gen wird, als wir es für mög­lich hiel­ten. Unter Trä­nen wer­den wir erken­nen, wie groß Gott ist, und wie groß unsere Schuld ist, aber wie viel grö­ßer Jesus Chris­tus ist, der Mitt­ler wurde zwi­schen Mensch und Gott.


Quelle: http://www.nimm-lies.de/weisheit-erfordert-arbeit/8982

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