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Montag, 5. Mai 2014

Hingabe in der jüngeren Kirchengeschichte (Teil 2)



Anthony Norris Groves (1795 1853)
Anthony Norris Groves war der erste Missionar, der von der Brüdergemeinden aus nach Asien ging.
Als wohlhabender Zahnarzt, der er war, ließ er Luxus und Ansehen hinter sich, um das Evangelium 
in Bagdad und Indien zu predigen. Er praktizierte die Prinzipien christlicher Hingabe. Somit bewies er,
dass es möglich war, die Lehre des Herrn wörtlich zu nehmen. Er lehrte als höchstes Lebensziel die 
Verherrlichung des Herrn; wir sollten alles, was wir haben, daransetzen, um dieses hohe Ziel zu 
erreichen. Das Motto eines Christen sollte sein: »Arbeite hart, verbrauche wenig, gib viel und das alles 
für Christus.« In seiner radikalen Jüngerschaft glaubte er, dass Schätze sammeln auf Erden gerade so im 
Gegensatz zum Wort Gottes steht wie Ehebruch. Wer kann das dementieren, wenn die Bibel beides 
verbietet?

John Nelson Darby (18001882)
John Nelson Darby, ein Zeitgenosse von Groves, hatte den gleichen Geist der Selbstaufopferung. Er 
wanderte durch die irische Hügellandschaft von Wicklow und erlebte, wie Hunderte von Katholiken 
für Christus gewonnen wurden. Er predigte 26 Jahre lang auf dem Kontinent, ohne seinen Koffer 
auszupacken. Überall wo er hinkam, entstanden neutestamentliche Gemeinden. agelang lebte er nur 
von Milch und Nüssen. Einmal saß er in einer billigen italienischen Pension und sang: »Jesus, mein Kreuz hab’ 
ich aufgenommen, alles verlassen, um Dir zu folgen.« Seine Reisen führten ihn in die meisten Teile der 
englischsprechenden Welt. Er übersetzte die Bibel ins Französische, Deutsche und Englische und seine 
eigenen Schriften füllen über 34 Bände. Gott gebrauchte ihn, um die Unterscheidung zwischen den Zeitaltern
zu lehren, die Wahrheit der Entrückung der Gemeinde wieder ans Licht zu bringen und das allgemeine Priestertum 
hervorzuheben.
Dwight L. Moody und C. I. Scofield wurden von seiner Lehre stark beeinflusst. Auch auf 
Bibelschulen in den Vereinigten Staaten hatten seine Lehren eine große Wirkung. Wenige Menschen
seit dem Apostel Paulus hatten so einen weitreichenden Dienst. Seine Philosophie war: »Ach, die 
Freude, nichts zu haben, nichts zu sein, nichts zu sehen als den auferstandenen Christus in 
Herrlichkeit und sich um nichts als um Seine Interessen hier unten kümmern zu dürfen.«

Georg Müller (1805 1892) Georg Müller ist weit bekannt wegen seines Waisenhauses in Bristol, 
England. Es wurde durch Glauben geführt, niemals wurden die finanziellen Nöte bekannt gegeben. 
Es war Müllers Absicht, den Bewohnern von Bristol zu beweisen, dass es einen Gott im Himmel gibt, 
der Gebete beantwortet. Eines Tages fragte Arthur Pierson ihn: »Welches ist das Geheimnis Ihrer   
großen Arbeit und der wundervollen Dinge, die Gott urch Sie getan hat?« Müller schaute einen 
Augenblick auf, dann senkte er seinen Kopf immer tiefer, bis er fast zwischen seinen Knien war. Er 
schwieg einige Momente und sagte dann: »Vor vielen Jahren gab es einen Tag in meinem Leben, an
 dem Georg Müller starb. Als junger Mann hatte ich viele Ambitionen, aber es kam ein Tag, als ich 
all diesen Dingen starb und ich sagte ›von nun an, Herr Jesus, Dein Wille, nicht der meine‹ und von
diesem Tag an begann Gott, in mir und durch mich zu arbeiten.«

David Livingstone (18131873) Die Hingabe David Livingstones an Christus macht seine Größe aus.
 Die Welt feiert ihn als Forscher und Gegner des Sklavenhandels, aber in Wirklichkeit zählte nur 
seine Aufopferung für den Herrn. Seine Arbeit in Afrika ist ein Glanzlicht der christlichen Mission. 
Seine Demut aus ungeteiltem Herzen dem Herrn gegenüber kommt in seinem Motto zum Ausdruck: 
»Ich will auf nichts, was ich habe oder besitze, Wert legen außer in Verbindung mit dem Königreich 
Gottes.« Als er 59 war, schrieb er: »Mein Jesus, mein König, mein Leben, mein Alles; ich weihe Dir 
wieder mein ganzes Sein.« Das Wort ›Urlaub‹ gab es in seinem Wortschatz nicht. Einmal schrieb er 
an eine Missionsgesellschaft, er wäre bereit, überallhin zu gehen – vorausgesetzt es ginge vorwärts.
 Eines Tages fanden ihn seine afrikanischen Brüder auf den Knien – tot. Sein Herz wurde in Afrika
 begraben und sein Körper in der Westminster Abbey beigesetzt. Die Inschrift dort lautet: »Dreißig 
Jahre lang verbrachte er in unermüdlicher Evangelisation.«

Frances Ridley Havergal (18361879) Ein Biograf von Frances Havergal schrieb über sie: »Sie
hatte keinen der gewöhnlichen Ruhmestitel. Was sie auszeichnete, war die Vollkommenheit ihrer 
geistlichen Erfahrung … Sie war rückhaltlos und unbegrenzt hingegeben. Sie hatte das Geheimnis 
des Verzichts entdeckt und sie überließ sich Gott bis zum Äußersten. Demzufolge erreichten und 
bewegten ihre Schriften viele Seelen mit durchdringender Kraft.«1 Als sie einundzwanzig war, sah 
sie das Gemälde von Christus Ecce Homo in der Kunstgalerie in Düsseldorf. 

Hudson Taylor (1832 1905)
Hudson Taylor war der Begründer der China Inland Mission (jetzt ÜMG). Er war derjenige, der das 
Innere Chinas für das Evangelium öffnete. Er identifizierte sich mit den Chinesen in Kleidung, 
Ernährung und in allem, was überhaupt möglich war. Sein Werk wurde durch Glauben getragen; er 
glaubte, dass Gott für das Finanzielle sorgt, wenn Er etwas befiehlt. Er musste sich keine
 Unterstützung erbetteln. In diesem Vorgehen folgte er Georg Müller, der übrigens die Arbeit
Taylors großzügig unterstützte.

Charles Haddon Spurgeon (18561917) Charles Haddon Spurgeon »der König der Prediger«, füllte 
große Auditorien schon, bevor er zwanzig war. Seine gedruckten Predigten erfreuen sich immer
 noch großer Beliebtheit, genauso wie seine ›Schatzkammer Davids‹ (über die Psalmen) und seine 
Morgen- und Abendandachten. Wie so viele der erwählten Gottes knechte war er von Krankheit 
geplagt und legte seine Bibel zum letzten Mal 1892 nieder.

C.T. Studd (1862 1931)
C.T. Studd kam in einem wohlhabenden englischen Haus zur Welt. Sein Vater wurde durch Moody’s 
Predigten errettet und ein Jahr später vertraute sich C.T. Studd Christus an. An der Universität war 
er ein Kricketspieler und einer der Sieben von Cambridge. Sein Lebensmotto war: »Wenn Jesus Christus 
für mich gestorben ist, kann
 mir kein Opfer für Ihn zu groß sein.« Diese Überzeugung führte ihn in den Dienst nach China, Indien
 und Afrika. Er war einer der »Außergewöhnlichen Gottes«, einer von denen, die viel für den Herrn 
taten. Er begründete den Weltweiten Evangeliums- Kreuzzug (WEC). Anstatt seinen Lebensabend 
in der Heimat zu verbringen, zog er es vor, in Afrika zu bleiben, wo er auch starb.

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