Diesen Blog durchsuchen

Freitag, 4. Oktober 2013

Warum DU aufs Missionsfeld gehen solltest! (Keith Green)


Einleitung
Wir möchten dich ermutigen, den folgenden Artikel von Keith Green mit einem offenen Herzen zu lesen. Erst wenige Tage, bevor er zusammen mit seinen beiden Kindern durch einen tragischen Flugzeugabsturz ums Leben kam, hat er ihn beendet. Die folgende Botschaft war ein echter Ausdruck der neuen Last, die der Herr ihm aufs Herz gelegt hatte. Wie Keith selbst sagt, ist sie mehr als nur "ein weiterer Artikel". Es ist ein Feuer, das der Herr in Keiths Herz entfacht hat, und das ein neuer Schwerpunkt seiner Botschaft an alle Christen werden sollte.
Keiths vordringliche Botschaft seit dem Beginn seines Dienstes war: "Komm in Ordnung mit Gott". Er fürchtete sich nicht im geringsten, das zu verkündigen. Gerade wegen seiner Kühnheit öffneten viele ihr Herz dem Wirken des Heiligen Geistes und erkannten die Realität Gottes. Keith wollte, dass alle Christen sich total dem Herrn auslieferten, nicht lauwarm und halbherzig, sondern, wie er es in einem seiner letzten Konzerte ausdrückte, als "Narren für Jesus"!
Die vorliegende Vision über Mission ist eine Vervollständigung von Keiths Botschaft an die Christen, mit Gott wirklich ins Reine zu kommen. Die Frage ist: Wenn du mit Gott in Ordnung bist - was dann? Ruhst du dich auf deiner Gerechtigkeit aus, oder suchst du Gottes Möglichkeiten, um zu sehen, wie und wo du am effektivsten im Reich Gottes gebraucht werden könntest? Wonach die Welt am meisten hungert, sind Hunderte und Tausende von Christen, die entschlossen sind, die Verlorenen zu ihrem Schöpfer zu führen, bevor sie vor Ihm erscheinen müssen - an jenem großen, schrecklichen Tag des Gerichts.
Keiths größtes Verlangen wäre (neben der Rettung von Verlorenen), dass du dieses Anliegen ernsthaft vor dem Thron Gottes bewegst. Wenn du all deine persönlichen Ziele am Kreuz niederlegst und Jesus fragst, was Sein Wille für dein Leben ist, dann wird die Last, die Keith auf dem Herzen hatte, ganz sicher auch in deinem und in vielen anderen Herzen bis an die Enden der Erde getragen werden!

Teil I: Der Ruf des Herrn
Eine biblische Betrachtung des Missionsauftrages.
Kürzlich kam ich von einem Besuch verschiedener überseeischer Missionsfelder zurück nach Hause. Ich muss sagen, dass seit meiner Rückkehr mein Leben nicht mehr dasselbe ist. Der Herr hat auf dieser Reise ganz deutlich zu meinem Herzen gesprochen. Die Vision und die Ziele meines Dienstes haben sich total verändert: Der Herr zeigte mir nicht nur, wie beschränkt meine Vision für die Mission gewesen ist, sondern Er legte mir gleichzeitig eine große Last aufs Herz, dafür zu beten, dass die Zahl der Arbeiter auf dem Missionsfeld mehr und mehr zunimmt.
Besonders öffnete der Herr mir die Augen für die Tatsache, dass mein Heimatland außerordentlich gut missioniert ist, während der größte Teil der übrigen Welt bisher kaum vom Evangelium erreicht wurde. Während ich von Land zu Land reiste, musste ich an diese Millionen von Menschen denken, an denen ich vorbeiging - jene, die das Evangelium von Jesus so dringend benötigten - aber dennoch gab es nahezu niemanden, der sie erreicht!
Während ich die einzelnen Missionsstationen besuchte, redete ich mit den verschiedenen Missionaren und fand auch Literatur, die sich mit der Frage beschäftigte, was in den einzelnen Teilen der Welt getan wird, um das Reich Gottes auszubreiten. Als ich die Statistiken las, war ich tief betroffen - ich hatte wirklich nicht gewusst, wie groß der Hunger nach Gottes Wort ist und wie klein die Zahl derer, die es verkündigen!
Als ich wieder zu Hause war, veranstaltete ich mehrere Treffen mit den Leitern verschiedener Missionsgesellschaften, um herauszufinden, was getan wurde, um den Hunger nach Gottes Wort in der Welt zu stillen. Nach diesen Treffen entschloss ich mich zu einem Bibelstudium (um zu erfahren, was Gott über die Evangelisation der Verlorenen in anderen Ländern sagt) und las noch weiter Bücher über Mission, die man mir gegeben hatte.
Dieses Traktat ist das Resultat des Studiums. Es ist mein brennendstes Verlangen, in den nächsten 5 Jahren 100 000 junge Leute auf dss Missionsfeld gehen zu sehen.
Also...warum solltest gerade DU aufs Missionsfeld gehen?

1) Weil Jesus es dir befohlen hat:
"Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur" Mk 16,15.
Mit diesen Worten sagte Jesus klipp und klar, was seine Jünger tun sollten: nämlich Seine Lehre in Seinem Namen verbreiten und die Erlösung bis an die Enden der Erde verkündigen (Röm. 10,18). Wenn du dich selbt für einen "Gläubigen" hälst, dann musst du dich auch als "Jünger" Jesu sehen - nicht weniger berufen und auserwählt als die ersten 12 Apostel.
Es gibt keine Christen "erster" und "zweiter Klasse". Jeder Gläubige ist dazu berufen, die Gute Nachricht von Jesus an die weiterzusagen, die sie noch nicht gehört haben. Der Befehl ist klar und eindeutig: Es ist Sein "Großer Auftrag" an alle, die Ihm nachfolgen. Wir müssen gehen, weil unser großer Herr uns befohlen hat zu gehen.

2) Du solltest gehen, weil du gebraucht wirst
"Die Ernte ist groß, aber es sind nur wenig Arbeiter da. Drum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende." Matth. 9,37-38.
Seit Jesus diese einschneidenden Worte zum ersten Mal sprach, ist die Zahl der Arbeiter in der "Seelen-Ernte" immer erschreckend klein geblieben. Aber gerade in unserer Zeit ist die Not größer als je zuvor in der Menschheitsgeschichte. Denk dran: Die Hölle dauert nicht nur ein Wochenende lang. Heute leben mehr Menschen auf der Erde als je zuvor. Infolgedessen stehen auch mehr Seelen auf dem Spiel. Das bedeutet, dass wir durch unseren Gehorsam oder unsere Faulheit entweder den Himmel oder die Hölle bevölkern können. Es gibt über 2,7 Milliarden Menschen, die noch nie das Evangelium gehört haben; weltweit gibt es aber nur 5000-7000 Missionare, die direkt zu diesen total unerreichten Bevölkerungsgruppen gehen. Das heißt, dass nur ein Missionar auf ungefähr 450 000 Menschen kommt. Es gibt über 16 000 verschiedene Kulturen und Völkergruppen, ja ganze Staaten, in denen keine einzige christliche Gemeinde existiert. Von den 7010 vorhandenen Sprachen haben 5199 noch keine eigene Bibelübersetzung. Bewegen dich diese Zahlen überhaupt? Macht es dir etwas aus, dass jeden Tag annähernd 80 000 ungerettete Menschen sterben (also 3333 in jeder Stunde oder 55 in jeder einzelnen Minute!), um vor ihrem Richter zu erscheinen?

3) Du solltest gehen, weil nur wenige Christen dem Ruf gehorchen und so die Not nur noch größer wird.
"So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi...wie sollen sie aber hören ohne Prediger?" Röm. 10,17.14.
Zur Zeit gibt es weltweit nur 85 000 Arbeiter auf dem Missionsfeld - die hauptsächlich unter denen arbeiten, die das Evangelium schon vorher gehört haben. Diese Zahl schließt Missionare der ganzen Welt und jeder Nationalität ein. Verglichen mit der Zahl von "Avon"- Beratern (weltweit 1 280 000) und "Amway" - Verkäufern (weltweit über 1 Million) ist das geradezu schockierend. Allein in Amerika gibt es über 14 mal so viele Vertreter dieser beiden Firmen wie christliche Missionare auf der ganzen Welt. Ich will noch einige Zahlenbeispiele geben. Nur 9% der Weltbevölkerung sprechen Englisch, und doch dienen 94% aller ordinierten Prediger diesen 9% englischsprechenden Menschen. Etwa 96% aller von Christen gespendeten finanziellen Mittel werden in den USA von nur 6% der Weltbevölkerung ausgegeben. Nur 4% dieser Mittel werden dazu verwendet, um missionarische Bedürfnisse zu stillen und den anderen 94% der Weltbevölkerung das Evangelium zu bringen. In den USA gibt es über 1 Million vollzeitliche christliche Arbeiter, während die Hälfte der Weltbevölkerung (3 Hauptgruppen - Moslems, Hindus und Chinesen), also 2,2 Milliarden Menschen, mit nur 2417 vollzeitlichen christlichen Arbeitern und Missionaren auskommen muss. Wie du aus diesen Zahlen deutlich erkennen kannst, ist hier etwas ganz und gar nicht in Ordnung. Während in Amerika für 230 Menschen ein kirchlicher Mitarbeiter zur Verfügung steht, kommt auf 450 000 Menschen, die noch nicht ein einziges Mal das Evangelium gehört haben, nur ein einziger Missionar. Bitte vergib uns, Herr, dass wir zu schüchtern waren, dir zu gehorchen, und nicht in die Welt hinausgegangen sind - wie Du es uns befohlen hast!

4) Du solltest gehen, weil Gott denen eine spezielle Salbung und Gnade verheißt, die ihr eigenes Land, Volk und Kultur verlassen, um Seinen Willen zu tun und das Evangelium weiterzutragen.
"Und der Herr sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen, und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden." 1.Mose 12,1-3.
Abram, der später von Gott Abraham genannt wurde, ist nur eine von vielen biblischen Gestalten, die Gott mächtig gebrauchte, nachdem er sein Volk, sein Land, seine Kultur verlassen hatte. Auch Jakob und Mose mussten in fremde Länder gehen, um von Gott zu lernen und von Ihm gebraucht zu werden.
Egal, wo wir die Bibel aufschlagen, Gott gab immer einen besonderen Segen, wenn Ihm jemand in einem fremden Land diente. Schau dir Josef und Daniel an. Sie waren die einzigen Männer der Bibel, die Gott in fremden, heidnischen Ländern zu erfolgreichen Beamten machte. Und sie blieben gläubige Zeugen und Diener des Herrn bis ans Ende, wobei sie nicht selten ihr Leben riskierten.
Oder wie ging es Jona? Er ist das beste Beispiel für einen Menschen, der nicht auf das Missionsfeld gehen und den Heiden nicht predigen wollte. Er war störrisch, rebellisch und selbstsüchtig, und doch machte Gott ihm ein Angebot, das er nicht zurückweisen konnte. (Ich bete, dass Gott in jedem unserer Herzen so wirken und uns helfen möge, die richtige Entscheidung zu treffen in Bezug auf Mission.)
Und dann ist da noch der Apostel Paulus, der eine so große Last für sein Volk Israel auf dem Herzen hatte. Oh, wie gerne hätte er einen Dienst unter den Juden getan! Aber was sagte der Herr zu ihm? "Geh hin, denn ich will dich ferne unter die Heiden senden!" Apg. 22,21. Das war es, was der Herr befahl. Und er ging! Nimm dir 2. Kor. 11 vor und sieh, was er alles erdulden musste: Schläge, Gefängnis, Steinigung, Verfolgung, Schiffbruch; und die Liste geht noch weiter. So gehorchte Paulus seinem Herrn, der ihn erkauft hatte.
Von Noah bis Abraham, von Moses bis Jona, von Daniel bis Paulus gab Gott immer denen Seinen besonderen Segen, die ihr geschütztes Zuhause verließen und die Gebundenheit an ihre eigene kleine Welt aufgaben, um die Botschaft Gottes und Seinen Segen zu den Nationen zu bringen.
Denke daran, was Jesus zu diesem Thema sagt: "Ein Prophet ist nirgends verachtet, außer in seiner Vaterstadt und in seinem Hause." Matth. 13,57

5) Du solltest gehen, weil einige westliche Länder buchstäblich mit dem Evangelium getränkt sind, wohingegen die meisten anderen Länder und Kulturen kein beständiges oder vollmächtiges Zeugnis Jesu haben.
"Dabei habe ich meine Ehre darein gesetzt, das Evangelium nur dort zu predigen, wo der Name Christi noch nicht bekannt war, damit ich nicht auf einem fremden Grund baute, sondern ich habe getan, wie geschrieben steht (Jes. 52,15): Denen nichts von ihm verkündigt worden ist, die sollen sehen, und die nicht gehört haben, sollen verstehen." Röm. 15,20-21
In den meisten Industrienationen haben wir auf vielfache Weise die Möglichkeit, mit dem Evangelium konfrontiert zu werden. Die Verkündigungsfreiheit an Straßenecken und in Medien trägt dazu bei, dass Menschen die christliche Botschaft immer wieder hören können. In fast allen Städten gibt es Kirchen und Gemeinden der unterschiedlichsten Denominationen; die Bibel findet sich in vielen Regalen. Ich sage nicht, dass das schlecht ist, denn dadurch werden viele Menschen für Jesus gewonnen, aber seit ich nach Übersee gereist bin, kann ich nur schwer glauben, dass es Gottes Wille ist, dass in manchen Ländern das Evangelium so weit verbreitet ist, während es in vielen anderen Staaten vergleichsweise wenig oder gar nicht gepredigt wird.
Die Welt geht auf die Hölle zu - auf jedem Kontinent! Ist es Gottes Fehler, dass nur so wenige das Evangelium hören - oder ist es der Fehler der Gemeinde?
Sind nicht wir, die wir Jesus lieben, dafür verantwortlich, unserer Generation das Evangelium zu verkündigen? Ein Freund von mir schrieb einmal: "Diese Generation von Christen ist verantwortlich für diese Generation von Sündern." Wenn das wahr ist, dann muss jeder von uns sein Leben genau überprüfen und sich fragen, wo seine Prioritäten liegen. Jeder von uns muss vor Gott stehen und Ihn fragen, wo ER uns hinsenden möchte.

6) Du solltest gehen, weil, wie Oswald J. Smith einmal sagte, "keiner das Recht hat, das Evangelium zweimal zu hören, solange es noch Menschen gibt, die es noch nie gehört haben."
"Ist aber unser Evangelium verdeckt, so ist's für die verdeckt, die verloren gehen, für die Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, damit sie das helle Licht des Evangeliums nicht sehen, des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, der das Ebenbild Gottes ist." 2. Kor. 4,3-4.
Ist dir schon einmal aufgefallen, dass Jesus aller Kreatur das Evangelium verkündigt haben möchte? Wenn du 20 Kinder zu versorgen hättest und genug Nahrung für alle vorhanden wäre, würdest du es dann richtig finden, 3 Kindern 10 Mahlzeiten zu geben, 7 Kindern nur eine Mahlzeit und den anderen gar nichts, sodass sie verhungern müssten? Genauso gehen wir der Welt gegenüber mit dem Evangelium um!
Weil wir Gläubigen so taub sind für Gottes Ruf, zu allen Nationen zu gehen, behalten wir den größten Teil von Gottes Reichtümern für uns selbst. Wir füttern immer und immer wieder die gleichen Menschen. Ich sage nicht, dass das Evangelium in westlichen Ländern nicht mehr gepredigt werden soll, sondern ich sage, dass die Soldaten der Armee Gottes dahin ausgesandt werden müssen, wo der Feind seine größtenFestungen hat - "nämlich da, wo Christus noch nicht genannt wird"!

7) Du solltest gehen, weil die Zeit sehr kurz ist. Immer mehr Länder schließen die Tore für Missionare und das Evangelium, deshalb müssen wir jetzt gehen.
"Wir müssen die Werke dessen tun, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, in der niemand wirken kann." Joh. 9,4.
Ständig höre ich von einem Land nach dem anderen, in denen früher Missionare willkommen waren, das jetzt aber ihre Tore für sie verschließt. Es stimmt zwar, dass viele Christen immer noch in ihren Berufen als Ärzte, Lehrer, Ingenieure etc. Zeugnis sein können, aber es ist in vielen Ländern nicht mehr erlaubt, das Evangelium öffentlich zu verkündigen.
Obwohl es noch große Gebiete der Erde gibt, die weit offen sind für ausländische Missionare, wie z.B. Westeuropa, Teile Asiens und der größte Teil der Staaten im Pazifischen Ozean (Japan, Süd-Korea, Singapur etc.), gibt es viele andere Länder, in denen es illegal ist, Straßenversammlungen abzuhalten oder Traktate und christliche Bücher zu verteilen. Wir brauchen ein Gespür für die Dringlichkeit der Stunde und müssen Gott gehorchen, indem wir uns um die in der Dunkelheit Verlorenen bemühen, "solange es noch Tag ist".

8) Du solltest gehen, weil der Heilige Geist der christlichen Leiterschaft in der ganzen Welt Gottes Verlangen offenbart, am Ende der Tage eine große Missionsbewegung entstehen zu lassen. Es ist Sein Wunsch, dass jedermann das Evangelium gepredigt wird, und dass das Evangelium in jeder Nation und in jeder Sprache an die Öffentlichkeit dringt. Und wenn du dich nicht persönlich dabei miteinbeziehst, gibt es keine Hoffnung, dass dies noch in unserer Generation geschieht.
"... und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem, in ganz Judäa und Samarien und bis an die Enden der Erde.Apg. 1,8.
"Und dies Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt gepredigt werden zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen."Matth. 24,14.
"Der Herr ... hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren geht, sondern dass alle zur Buße finden." 2. Petr. 3,9
Gibt es irgendeinen Zweifel in deinem Herzen, dass Gott jeden gerettet sehen will? Wenn du das glaubst, und Jesus wirklich liebst, warum zögerst du, dich mit dafür einzusetzen, dass das Evangelium allen Völkern gepredigt wird? Glaubst du nicht auch, dass, während du diese Zeilen liest, Gott sehr betrübt ist, weil Seine Gemeinde so faul und ungehorsam ist und Seinen Auftrag nicht erfüllt? Er weiß, dass du der Schrift zustimmst, und Er hört jede Entschuldigung, die du in deinem Geist aussprichst; etwa: "Ja, ich weiß, dass mehr Menschen gehen müssen ... aber Er kann doch unmöglich mich meinen! ... Ich bin einfach nicht der Typ dazu..."
In Teil II dieses Traktates werden wir sehen, was für ein "Typ" von Christ du wirklich bist...

Teil II: Die beliebtesten Entschuldigungen, um nicht zu gehen
Die folgenden Einwände stellen einen kurzen Auszug dessen dar, was viele christliche Gruppen und Missionare nach einem Missionsaufruf immer wieder hören. Wir haben sie oft als ernsthafte Begründungen von wohlgesinnten Christen gehört als Antwort auf die Frage: "Warum lässt du dich nicht ausbilden, um in den vollzeitlichen Dienst für den Herrn ins Ausland zu gehen?"

1) "Ich fühle mich nicht berufen!"
Du kannst dir nicht vorstellen, wie vielen Menschen ich begegnet bin, die zu mir gesagt haben: "Keith, ich weiß, dass mehr Christen auf das Missionsfeld gehen müssen, aber ich habe nie gehört, dass Gott mich dazu gerufen hätte."
Nun, die Wahrheit sieht so aus, dass Gott dich durch Sein Wort bereits gerufen hat zu gehen. In der Tat, Er befiehlt dir zu gehen! "Geht in alle Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung." Mk 16,15.
Du hast richtig gelesen: Du bist gerufen! In Wirklichkeit brauchst du eher einen besonderen Ruf von Gott, um zu Hause zu bleiben. Hat Gott dir ganz klar gezeigt, dass du nicht ins Ausland gehen sollst, um das Evangelium zu verkündigen? Wenn nicht, solltest du besser anfangen zu beten, wohin du gehen sollst, anstatt weiter zu beten, ob du gehen sollst. - Nochmals: Du bist bereits gerufen!

2) "Aber Gott braucht auch Leute, die zu Hause den Herrn bezeugen. Hier gibt es genug Not!"
Es ist wahr, dass Gott einige Menschen berufen hat, zu Hause zu bleiben, um sowohl in ihrem Beruf als auch in ihren Familien Zeugnis für Jesus zu sein. Aber nochmals: Gott ist gnädig und gerecht! Amerika zum Beispiel hat nur 5% der Weltbevölkerung. Das bedeutet: Nur etwas 5% der Gläubigen in diesem Land müssten bleiben (das ist etwa einer unter zwanzig), während die anderen in die anderen Teile der Welt hinausgehen sollten, in denen es fast gar keine Gläubigen gibt. In Albanien beispielsweise gibt es nur eine Handvoll Gläubige unter den 2,7 Millionen Einwohnern - weniger als die Hälfte von 1/1000 %!

) "Aber Gott braucht Leute, die zu Hause bleiben, um die bereits auf dem Missionsfeld befindlichen Werke und Missionare finanziell zu unterstützen. Außerdem unterstützt meine Gemeinde schon einige Missionare mit meinem Geld und meinen Spenden!"
Du solltest dir niemals Sorgen darüber machen, ob noch ausreichend Christen zu Hause bleiben, um die Missionare zu unterstützen! Es wird immer genügend Leute geben, die dem Ruf zu gehen nicht gehorsam sind - die fröhlich zu Hause bleiben und lediglich einen Scheck (anstatt sich selbst) schicken, um die Verlorenen zu erreichen. Alles in allem ist nichts so einfach zu geben wie Geld (außer natürlich gar nichts!).
Das heißt nicht, dass jeder, der zu Hause bleibt, selbstsüchtig und ungehorsam ist. Wie ich schon sagte, gibt es einige, die sich wirklich von Gott berufen wissen, zu Hause zu bleiben, und die genau das tun, was Gott von ihnen hier getan haben möchte, während sie großzügig andere Werke unterstützen. Ich will damit ausdrücken, dass es immer eine Menge Leute geben wird, die jenen verschwindend Wenigen, die dem Ruf Gottes gefolgt sind, finanziell helfen werden.

4) "Aber meine Familie und meine Freunde würden micht nicht verstehen!"
"Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert..." Matth. 10,37.
Gott ist sehr deutlich, wenn Er davon spricht, wessen Anerkennung wir suchen sollen. Es schockiert mich immer wieder, wie selbst gläubige Eltern reagieren, wenn ihre Kinder ihnen sagen, dass sie eine Bibelschule besuchen wollen, um vollzeitlich in die Mission zu gehen. "Du? Missionar? Du musst verrückt sein!" Es ist, als hätten die Kinder gesagt, sie wollten Diebe oder Prostituierte werden.
Es stimmt zwar, dass Gott uns geboten hat, unsere Eltern zu ehren und unsere Freunde zu lieben, aber Er macht durch Sein Wort ebenso deutlich, dass diese Liebe und Ehre nicht über dem stehen darf, Ihn zu lieben und Ihm zu gehorchen, wenn Er ruft. Wir sollten alles daransetzen, unseren Angehörigen liebevoll und geduldig den Ruf Gottes zu erklären. Das wichtigste aber muss sein und bleiben, dass wir dem Herrn gehorchen, egal, was es uns kostet. Wir sollten immer versuchen, das Verständnis und den Segen unserer Angehörigen zu erhalten, wenn Er uns Seinen Ruf deutlich macht, aber wir müssen immer bereit sein, "Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder" um Seinetwillen und "um des Evangeliums willen zu verlassen" Mk. 10,29.

5) "Aber ich muss hierbleiben und meine Angehörigen zu Jesus führen. Wenn ich woanders hingehe - wie können sie dann gerettet werden?"
Es war einmal ein Mann, der Jesus nachfolgen und gehorchen wollte, aber er sagte: "Herr, erlaube mir, dass ich hingehe und meinen Vater begrabe." Aber Jesus sprach zu ihm: "Folge du mir und lass die Toten ihre Toten begraben!" - Matth. 8,21-22.
Es mag sich grausam anhören, dass Jesus dem Mann nicht erlaubte, seinen Vater zu begraben - aber höchstwahrscheinlich war der Vater dieses Mannes noch gar nicht gestorben. Die Redewendung "warten, bis ich meinen Vater begraben habe," wird manchmal auch ausgelegt als "warten, bis mein Vater gestorben ist." Was er eigentlich ausdrücken wollte, war einfach dies: "Ich würde dir jetzt ja sehr gerne nachfolgen, aber du musst einsehen, meine Eltern würden das nicht verstehen. Bitte warte, bis sie gestorben sind. Dann wäre ich mehr als glücklich, dir nachfolgen zu dürfen."
Jesu Antwort war deutlich: "Lass die Toten ihre Toten begraben!" In anderen Worten: "Lass die Ungläubigen für sich selbst sorgen und folge mir!" Jesus will nicht, dass wir unsere Brauchbarkeit nur deshalb verlieren, weil unsere Angehörigen noch nicht gerettet sind. Das größte Zeugnis, das sie sehen können, ist, wenn du bedingungslos in deinem Leben dem Ruf des Herrn folgst. Jesus wollte nicht, dass der Vater dieses Mannes begraben werde, sondern Er wollte, dass dieser Mann Ihm nachfolgte und dass dann vielleicht auch der Vater zum Glauben kommen würde. Gehorsam ist wahrhaft besser als Opfer (1. Samuel 15,22). Wenn wir Gott gehorchen, wird Er dafür sorgen, dass uns alles andere zufällt (Matth. 6,33).

6) "Aber ich benötige zuerst eine Ausbildung"
Ich glaube nicht, dass man nur aus dem Grunde studieren sollte, weil "heutzutage jeder studiert, der etwas kann". Du solltest nicht studieren, es sei denn, dass Gott dir ganz genau klargemacht hat, dass du es tun solltest. Hier, wie auch in allen anderen Bereichen unseres Lebens, ist Erder Meister, wir sind die Diener. Er ist der General, wir die Soldaten. Wenn du wirklich Christ bist, stehst du dem Herrn zur freien Verfügung. Wenn du dich Ihm nicht zur Verfügung stellst, bist du in Wirklichkeit kein Christ!
Manche Menschen allerdings erhalten von Gott den Ruf, auf die Universität zu gehen. Oft, damit sie eine Ausbildung für den Dienst erhalten, in den Er sie rufen will oder gerufen hat. Vielleicht möchte der Herr dich auf einer Universität haben, damit du dort die Sprache und Kultur eines Landes lernst (obwohl der beste Platz dafür das Land selbst ist - also ein echter "Blitzkurs"). Natürlich gibt es auch andere Gründe, warum dich der Herr auf die Universität schickt: um gerade dort den Studenten den Weg zu zeigen, oder um dich selbst zu einer größeren seelischen und geistlichen Reife zu bringen. Aber sei vorsichtig! Du musst dir ganz sicher sein, dass du dort aus Gehorsam zu Gott bist, andernfalls verschwendest du deine und Gottes Zeit!

7) "Aber ich sollte zuerst heiraten. Vielleicht will mein Ehegatte dem Herrn ganz auf dem Missionsfeld dienen, so dass wir dann zusammen dort arbeiten. Ich glaube nicht, dass ich allein gehen soll."
Kein Grund wie dieser ist so töricht, dem Herrn nicht zu gehorchen. Gott will nicht, dass du nach einem Mann oder nach einer Frau suchst, sondern Er will, dass du mit Ihm "verheiratet" bist, und Ihm vertraust für den Partner, den Er in dein Leben bringt. Ich kenne viele ledige Christen, die dem Herrn in Übersee dienen und Ihm in allem vertrauen. Einige der schönsten Geschichten, die ich kenne, sind von Ehepaaren, die ledig in die Mission gingen und dann von Gott geführt wurden, jemanden zu heiraten, dessen Herz ebenso hingegeben war, Ihm zu dienen. Denke immer daran, dass "der HERR weiß, was ihr bedürfet, noch ehe ihr ihn bittet". - Matth. 6,8. Vertraue Ihm!

8) "Aber ich habe eine Familie zu versorgen. Gott will bestimmt nicht, dass ich sie vernachlässige."
Das Wort Gottes sagt: "Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen." - Matth. 6,33. Wenn du Gott für all deine Bedürfnisse vertrauen kannst, dann kannst du es ganz sicher auch für die Bedürfnisse deiner Familie. Du wirst niemals "töricht deine Familie vernachlässigen", wenn du dem Ruf Gottes gehorsam bist. Der Herr wird dir den Weg zeigen. Ich kenne eine Reihe Familien, manche mit vielen Kindern, die gerade jetzt auf dem Missionsfeld sind und dem Herrn für all ihre Bedürfnisse vertrauen, während sie in Seinem Namen ihren Dienst tun. Ich habe noch kein einziges Mal gehört, dass Gott nicht für Seine Diener und ihre Familien gesorgt hätte. König David drückte es so aus: "Ich bin jung gewesen und alt geworden und habe noch nie den Gerechten verlassen gesehen und seine Kinder Brot betteln. Er ist allezeit barmherzig und leiht gerne, und sein Geschlecht wird zum Segen sein." - Ps. 37,25-26.

) "Aber auf dem Missionsfeld ist es gefährlich. Gott will bestimmt nicht, dass jemand 
aus meiner Familie sich in Gefahr begibt, krank zu werden oder ins Gefängnis zu kommen."
"Warum führt der Herr uns in dies Land, damit wir durchs Schwert fallen und unsere Frauen und unsere Kinder ein Raub werden? Ist's nicht besser, wir ziehen wieder nach Ägypten?" - 4. Mose 14,3.
Es ist alles eine Sache unserer Prioritäten: Sehen wir auf das Zeitliche oder auf das Ewige, wenn wir unsere Entscheidungen treffen? Es ist wahr, dass du wahrscheinlich in größere körperliche Gefahr kommst, wenn du in die Mission gehst, als du es in deinem Heimatland bist. Aber das ist ein Teil der Kosten, die wir überschlagen müssen, wenn wir dem Herrn dienen wollen. Die Frage sollte nicht lauten: "Werde ich sicher sein, wo immer ich auch hingehe?" sondern : "Welchen Dienst hat der Herr für mich auf Seinem Herzen?"
Wenn Jesus den Weg des geringsten Leidens gewählt hätte, wäre Er niemals ans Kreuz gegangen. Es gibt keinen Ort, wo du mehr gesegnet wirst als im Zentrum ds göttlichen Willens. Du musst aufhören, die Kosten aufzurechnen. Du solltest lieber daran denken, dass das Vorrecht, Gott zu dienen, jeden Preis, den du zahlen musst, aufwiegt. "Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; doch wer sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, der wird's erhalten." Mk. 8,34-35.

10) "Obwohl früher die meisten Regierungen ausländischen Missionaren die Arbeit in ihrem Land erlaubten, lehnt man sie heute in vielen Ländern ab. Warum sollte ich in ein Land gehen, in dem ich nicht willkommen bin?"
Hast du dich nach dem Evangelium gesehnt, bevor du gerettet wurdest? Das Wort Gottes sagt: "Reißt sie aus dem Feuer und rettet sie". - Judas 23. Einige wollen nicht gerettet werden! Und das ist genau der Grund, warum wir hingehen sollen. Je unwillkommener wir sind, desto dringender. Wenn sie Leute aus dem Westen zurückweisen, dann hast du Gelegenheit, ihnen zu zeigen, dass westliche Christen demütig sind mit der Liebe Jesu im Herzen. Die Schrift sagt: "Wer weise ist, gewinnt Seelen." - Spr. 11,30.

11) "Aber ich kann es mir nicht leisten, eine missionarische Ausbildung zu machen, und ich kann auch das Geld nicht aufbringen, um selbst (oder mit meiner Familie) auf das Missionsfeld zu gehen."
Keine Angst, Gott wird dir helfen, das nötige Geld aufzubringen. Wo immer uns Gott hinführt, versorgt Er uns auch - selbst wenn es darum geht, dir eine Arbeitsstelle zu besorgen. Probleme und Sorgen ums Geld sind meist nur eine oberflächliche Ausrede, wenn es darum geht, Gott zu gehorchen. In deinem Herzen weißt du eigentlich, dass Gott dir den Weg bahnen wird!

12) "Aber ich habe weder besondere Talente noch besondere Fähigkeiten, um Missionar zu werden."
Dann bist du gerade die Person, nach der Gott sucht! Ganz sicher kann Gott Krankenschwestern, Lehrer, Buchhalter und Mechaniker in der Mission gebrauchen, aber Gott beglückt es immer ganz besonders, diejenigen zu gebrauchen, die scheinbar gar nichs zu geben haben. Geradediese Menschen sind es, die Gelegenheit haben, Jesus in den endlosen "alltäglichen" Pflichten zu verherrlichen, die ein Teil des täglichen Lebens eines Missionars sind, "denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark". - 2. Kor. 12,10, vgl. auch 1. Kor. 1,26-31.

13) "Aber wie kann ich mich verpflichten, für mehrere Jahre auf das Missionsfeld zu gehen, ohne jemals die Chance zu haben, vorher zu sehen, wie es sein wird?"
Es stimmt zwar, dass sich Missionare früher fast für ihr ganzes Leben verpflichten mussten, bevor sie überhaupt gehen durften. Außerdem mussten sie in den meisten Fällen ausgedehnte Studien machen, bevor sie überhaupt eine missionarische Ausbildung bekamen und ihren Dienst beginnen konnten. Aber heute ist das nicht mehr so. Viele Missionswerke bieten heute Kurzzeit-Programme an, in denen man einige Wochen oder auch einige Jahre in die Missionsarbeit "hineinriechen" kann. Man kann sich also ein Bild von dem verschaffen, was einen erwartet, bevor man sich für länger verpflichtet.

14) "Aber Gott will, dass ich hier bleibe und geistlich wachse. Der Rest der Welt ist nur deshalb so arm und noch unbekehrt, weil ihre heidnischen Religionen und ihr Götzendienst sie dazu gebracht haben, in Unwissenheit und Armut ohne Gottes Segen zu leben."
Dies ist der selbstsüchtigste Grund, nicht zu gehen, den ich je gehört habe. Und ich habe ihn tatsächlich gehört! Natürlich leben sie in Unwissenheit und Armut, das ist ja gerade der Grund, warum du gehen solltest - nämlich, ihnen das Licht zu bringen, das erscheint, wenn wir die Wahrheit über Jesus erkennen und die wahren Reichtümer der Erkenntnis Jesu Christi. Gott hat dich hier mit Überfluss gesegnet, damit du anderen von diesem Überfluss abgibst. Wenn du das nicht glaubst, dann hast du das Evangelium von Jesus nie richtig verstanden. "Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebt es auch weiter." - Matth. 10,8.

15) "Ich bin einfach nicht bereit, dieses Opfer zu bringen und diese Verpflichtung auf mich zu nehmen."
Aha! Das ist also der springende Punkt! Das ist wahrscheinlich auch der eigentliche Grund für fast jeden der oben angeführten Einwände. In der Tat, du hättest auch gleich sagen können: "Ich will nicht!" Du musst dich entscheiden: bist du ein Jünger Jesu oder nicht? Wenn du Sein Jünger bist, dann bist du nicht mehr dein eigen, sondern du bist "teuer erkauft" (1. Kor. 6,19-20). Und wenn du Jesus wirklich liebst, dann wirst du es nicht als Knechtschaft empfinden, sondern als unglaublich aufregend, Botschafter für die Welt zu sein. Diener Jesu, Botschafter, Missionar zu sein, ist die höchste Berufung, die ein Mann oder eine Frau haben kann.
Nun, worauf wartest du noch?

Was ist ein Missionar?
Ein christlicher Missionar ist eine Person, deren innigster Wunsch es ist, den Herrn Jesus in der ganzen Welt bekannt zu machen. Er ist völlig dem Befehl des Königs (Jesus) ergeben, und er wird überall hingehen, unter allen Umständen, auch dann, wenn niemand jemals Notiz davon nimmt. Er weiß, dass sein Herr mit ihm ist und ihn in jeder Minute behütet; und das ist auch die einzige Anerkennung und Freude, die er sucht.
Aus der Bibel erkennen wir, dass alle Christen ständig jede Gelegenheit wahrnehmen sollten, die Ungeretteten zu Christus zu führen, egal, wo sie sich befinden, denn das ist das Vorrecht aller Christen. Aber ich glaube, dass zu viele Leute das Wort "Missionar" zu leichtfertig gebrauchen. Es ist ein Ausdruck, der in unserem alltäglichen christlichen Vokabular zunehmend missbraucht wird. Zu viele, die nicht an die Front des Schlachtfeldes gehen wollen, rechtfertigen ihren Ungehorsam gegen Gott damit, dass sie sagen, sie wären "Missionare, wo sie sind". Ich glaube, dass "Missionar sein" im ursprünglichen Sinne des Wortes bedeutet, das Evangelium dorthin zu bringen, wo es noch nie richtig gehört worden ist. Ein wahrer Missionar ist jemand, der für die Rettung der Verlorenen in dieser Welt alles riskieren würde.
Natürlich kann, wie in jedem Kampf, nicht jeder an der Front stehen, denn es werden viele Dinge gebraucht, um die zu unterstützen, die dort sind. Aber du musst eine ganz klare Weisung vom Herrn haben, dass du dieser Front fern bleiben sollst, bevor du sicher sein kannst, dem Willen Gottes zu entsprechen. Es ist klar, dass auch viele Christen berufen sind, zu den Verlorenen in den Ghettos, Bordellvierteln und Homosexuellentreffs ihrer eigenen Städte zu gehen. Es wird auch immer wieder treue gläubige Frauen und Mütter geben, die sich darum bemühen, Jesus bei ihren Ärzten, Handwerkern, Lehrern und Nachbarn zu verkündigen. Diese Dinge erfreuen zweifellos Gottes Herz. Aber jeder Christ sollte immer willig und vorbereitet sein, auf "Abruf" alles zu verlassen und auf ein anderes Schlachtfeld in den Kampf gegen den Fürsten der Finsternis zu gehen, um Licht und Heilung zu bringen und "die Gefangenen zu befreien".
Das Ziel eines wahren Missionars ist, seinen Herrn zu erfreuen und zu verherrlichen, indem er die ganze Welt in Seine Hände legt und unter Seine Herrschaft bringt. Es ist ihm egal, wo der Herr ihn hinführt, denn er ist überall in den Armen seines Vaters zu Hause, wie auch immer die Landschaft aussehen und welches auch immer die Landessprache sein mag. Missionare sind nur "Fremdlinge und Pilger" (1. Petr. 2,11). Sie befassen sich nicht mit belanglosen Dingen wie Wohnen und Annehmlichkeiten des Lebens. Sie sind Gottes Soldaten, vielleicht vor unseren Augen verborgen, aber den Seinen immer offenbar. Bitte, suche Ihn, um herauszufinden, ob du auch einer von denen sein solltest, die das Evangelium zu solchen Menschen bringen sollen, die es noch nie richtig gehört haben.

Was soll ich tun?
Sei bereit - Stelle dich Gott und Seinem Ruf für dein Leben zur Verfügung. Sage Ihm, dass du bereit bist, überall hinzugehen und alles zu tun, was Er dir zeigt, und was Sein Wille für dein Leben ist.
Sei informiert - Verstecke dich nicht hinter Unwissenheit. Sammle alle Informationen, die du bekommen kannt, so dass du ernsthaft beten und den Herrn suchen kannst. Abonniere missionarische Schriften und mache es zu einer Priorität in deinem Leben, über die Vorgänge in der Welt auf dem laufenden zu sein. Wenn du weißt, wo die Nöte sind, ist es leichter für dich, einigen davon zu begegnen.
Sei offen- Sprich mit missionarisch eingestellten Christen über dein Herzensanliegen.
Sei begeistert - Sieh dir die Buchliste an und besorge dir einige inspirierende Biographien von christlichen Missionaren. Du wirst sehen, dass die meisten "großen Missionare" gewöhnliche Leute waren, die sich entschieden haben, ihre Liebe zu Gott und den Verlorenen vor ihre eigenen Bedürfnisse zu stellen und die Gott erlaubten, sie auf kühnen, wunderbaren Wegen zu führen.
Erwarte eine offene Tür - Erwarte, dass Gott dir eine Gelegenheit gibt, Ihm noch wirkungsvoller zu dienen, indem du dich dieser neuen Information aussetzt. Und wenn Er eine offene Tür schenkt, dann geh hindurch!

Wenn du Informationen über Ausbildungsmöglichkeiten und christliche Organisationen haben möchtest, die Kurz- und Langzeit - Missionseinsätze anbieten, schreibe uns. Wir würden uns freuen, dir weiterhelfen zu können. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen