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Freitag, 24. Mai 2013

Gottes Wort im Kopf

Das Gebet Jonas in Jona 2 fand an dem vielleicht merkwürdigsten Gebetsort aller Zeiten statt:
im Bauch eines Fisches. Doch ebenso beachtenswert wie der Ort des Gebets ist wohl auch dessen Inhalt.
Eigentlich ist das Gebet eine Aneinanderreihung von Zitaten aus den Psalmen. Jona hatte aber weder einen Bibeltext zur Hand noch hätte er wohl in der Dunkelheit des Fischbauches lesen können. Er zehrte von den Versen, die er sich vorher zu eigen gemacht hatte. Die Verse, die ihm in den Sinn kamen, richteten seine Gedanken auf den, der ihn in diese Lage gebracht hatte, bewirkten in ihm die Zuversicht und den Wunsch, wieder zu Gottes heiligem Tempel hinschauen zu dürfen, und gaben ihm schließlich das Bewusstsein, dass seine Rettung allein bei dem HERRN zu finden war.

Es ist sehr empfehlenswert, ein gutes Repertoire an Bibelversen auswendig zu können. Gerade in notvollen Situationen und wenn wir gerade keine Bibel greifbar haben, helfen uns solche Verse, unsere Gedanken wieder in die richtige Richtung zu lenken, und geben uns neue innere Kraft.
Der bekannte Bibelausleger August van Ryn befürchtete, blind zu werden, und lernte das gesamte Neue Testament und Teile des Alten Testaments auswendig. Die Verse spendeten ihm später – obwohl er nie blind wurde – nicht nur oft Trost, sondern sie waren ihm auch in seinem Dienst für den Herrn eine Hilfe.

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