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Mittwoch, 15. Mai 2013

Freiheit für Körper und Geist- Menschenhandel in Indien


Etwa 2,8 Millionen Menschen in Indien arbeiten in der Sex-Industrie. Stündlich kommen zu dieser Zahl vier Mädchen und Frauen hinzu, drei von ihnen unfreiwillig. Christen wollen jetzt den Teufelskreis durchbrechen.

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Gerade junge Mädchen werden häufig von ihren Familien an Zuhälter verkauft. Auch Mütter, deren Kinder im Rotlichtmilieu aufwachsen, sehen meist keine andere Möglichkeit für die Kleinen.

Hoffnung und Hilfe

Die Organisation India Partners arbeitet in Mumbai mit einem lokalen Partner, Sahaara Charitable Society. Sahaara bedeutet «Hoffnung und Hilfe». Kaytie Fielder von India Partners erklärt gegenüber dem Nachrichtenportal Mission Network News: «Eines unser Ziel ist es, den Teufelskreis zu durchbrechen, so dass mit den Kindern nicht weiter gehandelt wird».

Zum einen gibt es für Frauen Hilfestellungen, aus dem Milieu herauszukommen, zum anderen wird verhindert, dass Kinder in das Milieu hineinkommen. 800 Kinder werden in zehn Schulen in den verschiedenen Rotlichtmilieus von Mumbai unterrichtet. Außerdem wurde ein Programm ins Leben gerufen, bei dem die Kinder an Pflegefamilien vermittelt werden, aber trotzdem ihre Mütter regelmäßig besuchen dürfen. Für Aussteigerinnen betreibt Sahaara drei Frauenhäuser, in denen Frauen unterkommen können, Hilfe für seelische und körperlicher Not erhalten und einen neuen Beruf erlernen können.

Vom Bordell ins Krankenhaus

Sunita war 20 Jahre alt, als sie von ihrer Familie an ein Bordell in Mumbai verkauft wurde. Sie flehte ihren Zuhälter an, sie gehen zu lassen, doch es war unmöglich. Nach zwei Monaten lernte Sunita Mitarbeiter von Sahaara kennen und nahm am Bibelstudium teil.

Eines Tages bat sie die Mitarbeiter um Gebet, damit ihr Zuhälter sie freiliesse. Und das Wunder geschah: Ihr Zuhälter liess sie gehen und bestand noch nicht einmal auf die Zahlung ihrer Schulden bei ihm. Sie kam im Frauenhaus von Sahaara unter und absolvierte eine Ausbildung zur Krankenschwester. Seit kurzem lebt sie in einer anderen Stadt und arbeitet im Krankenhaus.

Glaubensschritte wagen

Auch Lakshmi fand Unterschlupf in einem der Frauenhäuser. «Seit ich hier bin, habe ich mich sehr verändert», berichtet Lakshmi. «Die Zeit im Rotlichtmilieu erscheint wie ein böser Traum. Hier habe ich eine Familie gefunden, Menschen die mich liebhaben. Ich fühle mich zu Hause und bin frei, zu studieren, was immer ich möchte. Ich habe gelernt, dass sich mein Leben nur mit Geduld und Vergebung  verändern kann».

Die Hilfe, die die jungen Frauen durch die Organisation Sahaara erfahren haben, möchten sie auch Anderen weitergeben. «Ich möchte die Freiheit, die ich in Christus gefunden habe, nutzen, um für Gott zu arbeiten. Ich möchte mit den Mädchen reden, die immer noch in der Prostitution gefangen sind und ihnen sagen, dass ein solches Leben keinen Wert hat. Veränderung ist möglich, wenn du Glaubensschritte wagst». 

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