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Montag, 11. Juni 2012

Und die anderen Religionen?

Der Vorwurf:
Christen scheint der Unterschied zwischen ihrem Glauben und allen anderen Glauben viel zu wichtig. Obwohl viele Menschen in anderen Religionen genauso sagen, Gott begegnet zu sein oder berichten, wie ihr Leben und Charakter durch ihren Glauben verändert wurden, bleiben Christen dabei, dass nur sie in den Himmel kommen – und dass nur ihre Religion die wahre ist. Diese Ausschließlichkeit ist empörend.

Eine Antwort:
Diese scheinbar tolerante Ansicht ist versteckte Ausschließlichkeit. Immer wieder hört man Leute sagen: „Niemand sollte darauf bestehen, seine Sicht von Gott sei besser als die der anderen. Jede Religion ist gleichwertig.“ Aber das kann nur stimmen, wenn: Erstens, es überhaupt keinen Gott gibt. Oder zweitens, Gott eine unpersönliche Kraft ist, den es nicht kümmert, was man über ihn glaubt.

Wenn Leute so reden, dann nehmen auch sie eine eigene, ganz besondere Sicht von Gott ein, die beansprucht, besser zu sein als andere Ansichten! Im besten Fall ist das inkonsequent, im schlechtesten Fall heuchlerisch, denn sie tun genau das, was sie Christen verbieten. Zu sagen „alle Religionen sind gleichwertig“ ist eine sehr westlich geprägte Sicht der europäischen Aufklärung. Warum sollte diese Sicht besser als andere sein?

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